Im Buredorf det z ´Gettnau
det esch e flotti jungi Frau
sie schaffet wie es Ross am Wage
vom Morge bis zum spähte Abe.

Sie fend emmer ja de Rank
Stobe, Chochi potzt sie blitz und blank
ond was chönt mer jo no mache,
seit Es und tued so freudig lache.

Und jetzt esch Zieht, i fahre of Willisau
det machi s`gliche enere flotte Frau
potze, choche, ornig mache
öpe die e guete Chueche bache.

Und z`Mittag de goni weder hei
ha fascht echli müedi Bei
de darfi no mi Bruef usübe
de Wisu chond no vo de Rüebe.

Grüess Gott du liebe treue Chond
jetzt schlod för dech die Chlauestond
zieh us dini Schueh und schöne Socke
dini Hühnerauge döi gli nöm zocke

Und die Zechenägel chöme ou no dra
de besch de weder e flotte Ma
chansch weder go öber Stock und Stei
nöme weh tued Fuess unds Bei.

s`Dechterwort möcht der säge
häb sorg zo dim täglich Läbe.
All zu vöu schaffe, das esch ned guet
schwächt Dies Lache und de frohi Muet.

 
(Toni Bussmann)


Am Antonius-Tag Stättebach
 
Es isch en uralte Bruch ond Tradition
das mer am 17. Jänner god of Stättebach
zo dem bekannte Antonius dem Buurepatron
oder "Söitöni" wemer ehm sid i de Buuresprach.
 
Früehner send cho met Ross ond Schlette
vom Entlebuech ond vom Henderland
ond jede hed gha, ne heimlich Bette
Söitöni höufmer im Stau ond of em Land.
 
S`Buurevouch esch jo met em hergott verbonde
kei Bruefsstand wie de Buur, wett ech säge
er brucht för sie Frocht, Räge ond Sonne
ond förs Wachse ond Gedeihe de Gottessäge.
 
Grad höt weder geds Lüüt i usem Land
wo en anderi Meinig wend ha
mer bruche jo nömme üse Buurestand
vom Osland chont Waar jo belliger a.
 
All die hend de letschti Krieg jo ned erfahre
wos Schwiizervolch esch gsi i grosser Not
ond Buure met em Plan Wahle, send z´acher gfahre
hend grettet üses Vouch, metem tägliche Brot.
 
As föfzä-jährige junge Buurebueb
ha ech die Kriegsjohr erfahre
wie de schlau Hansli vo Trueb
ha Kähl gholt im Spier, send z´acher gfahre.
 
Met Ross ond Stier ond Rend
semmer tagelang z´acher gfahre
ond hend Frau ond Maa ond Chend
chönne vorem Honger bewahre.
 
Höt sender of Stättebch pelgeret ehr Buure
zo euem bekannte Buure-Patron
i der Hoffnig er höufi i Stau, ond Flure
ond brengi neui Freud, ofe Hof ond ofe Sohn.
 
(Toni Bussmann)                                                                                                                                                                                                 Seite nach Oben
 
 
Kantonales Sängerfest in Egolzwil und Wauwil (02.-04.Juli 2010)
 
Willkomm´ seit ihr Sänger und Sängerinnen
an unserem Kantonalen Sängerfest
lasst eure Stimme klar erklingen
an unserem beliebten Sängerfest.
 
Der Gesang ist eine Gottesgabe
ein geschenk von einer höheren Macht
das sagt uns einst ein Sängerknabe
der in seinem lieblingslied erwacht.
 
Die Stimme aus der Sängerkehle
erfreut doch manches Menschenherz
die Sängerstimme die Sängerseele
erfüllt ihr Zweck, bei freud und Schmerz.
 
Das alte Bärenlied lässt uns sagen
das stammt aus der Pfahlbauerszeit
fröhlich sangen sie beim Fischen und beim Jagen
und vergnügten sich bei der Mahlzeit.
 
Schon über hundert vergangne Jahr
geschlossen ist dieser Sängerkreis
und freudig stets die Sängerschar
dem Publikum etwas zu bieten weis.
 
So dachten auch die Sänger
am schönen sonnigen Rain
ein Kreis von starken Männer
setzt sich für das Gesangsfest ein.
 
Ehrenvoll wurde zugeschlagen
der mutigen ländlichen Sängerschar
und unerschrocken bereit zu tragen
für das Sängerfest von diesem jahr.
 
Ich ruf Euch zu ihr lieben Gäste
ihr frohen Leut von Sang und klang
seit vergnügt an unserem Feste
sowie an Eurem taxierten Rang.
 
(Toni Bussmann)                                                                                                                                                                              Seite nach Oben
 
 
Die alti Schlossschür

Oeber hundert Johr alt esch die Spettelschür
do obe nebem schöne, markante Schloss
het trotz mängem Haguwetter, Blitz ond Füür
ond schärme gä e Chueh, Chalb ond Ross.

Sie chönnti Mängs verzöuhe
vo de guete alte, schöne Ziit
vom Aernte ond stränge Heue
wo vöu Handarbeit dehender liet.

Ond Ross met ehrem starche Welle
händ zeigt, dass ehri Chraft vom Fach
zäh Fueder ums Hemmelswelle
zoge händ odner Schüür ond Dach.

D`Schüür esch vou, ond aues em Schärme
die Stöck send gföut bes onders Dach
es Zügniss vom Meisterchönne
ond zeigt, dass er esch vom Fach

De Gräniger Jost i sine vele johr
nemmt de Bäse, wöscht s´Ifahr
frisiert die Stöck grad wie gschore
das zügt vo Freud ond Stouz vom Buurejohr.

Mänge Spetteler hed Freud gha
wener i de Schüür het öbis chönne mache
as Muser, Bäsebender oder ou as Dängelima
oder em Gäbu wo wot Chalbere wo wache.

Die alti Original vom Spettel
send i de alte Lüüt no guet em Ohr
de Chregel met sim alte Chettel
ond Rosetti met sim goldene Humor.

Em Stau send stouz gstande
die schöne Semmentaler Chüeh
ond de Chüeni hets geut verstande
het se pflegt, nemmt sech alli Müeh.

Die Schüür ond das ganzi Schlossfeld dobe
esch Eigetum vo de Ortsbörgergmein
drom esch si as Spettelschüür gnennt worde
ond leferet Melch ond Härdöpfel is Heim.

Ond langsam chond e anderi Ziit
e fröschi Frocht fougt of de Schlossfeldmatte
Sport esch jetzt de neui Hit
seit de Stadtrot im chüele Schatte.

Aber das macht Willisau bekannt
es zwöits Magglinge esch es worde
ond das Grafestädtli em Henderland
esch zom echte Sportzemtrum worde.

Aber d´Spettelschüür esch trotzdem gstande
onder Heimatschutz im Henderland
esch was mer onder dem Stall hed gfonde
verrotet die Ziit vom alte Ritterstand.

D´Schlossschüür esch läär, kei Chüeh me drenne
was chönt mer met de Schüür scho mache
de Stadtrot duet sech ernsthaft bsenne
ond plötzli tued die Idee erwache.

Dä lang ersehnti Jungmüetteretraum
düend doch e Chenderhüeti mache
das wär doch de rechtig Platz ond Rum
för die chend z´betreue ond z´bewache.

Em Ifahr duet mer e Saal iboue
womer höt düent Neugebort-Tag fiire
schänke dem Ombou volls Vertroue
düend em Architekt härzlech gratuliere.

(Toni Bussmann)                                                                                                                                                 Seite nach oben

 

 

Engstligenalp

De Alpufzug vo Adelbode
esch wiet u breit bekannt
die Chüeh am früeche Morge
laufe ue a de steile Wand.

Die Aelpler sie frohlocke
met eme frohe Jodelgsang
ond die Chüe met erne Glogge
send s´Echo vo de Felsewand.

Gar schmal führt ehres Strössli
met Risiko, of die schöni Alp
send vorsechtig Chüe ond Chälbli
seit de jongi Herde Knab.

S´Aelplersauge rechtig strahle
chond er glöcklich obe a
e Sennejutz klengt os de Kehle.
Freud darfisch am Aelplerlebe ha.

Wochtig töne die grosse Treichle
das esch de Stouz vom Chüehrstand
und die frömde Gäscht bestuune
de schöni Brüch vom Schwizerland.

Engstligenalp die wonder schöni
werst bewacht vo de Berges welt
paar houndert Chüeh, met dem Kroni
weide fredlich of dem Feld.

Die markante reine Simmentaler
send de Stoutz vo s´Aelplers Vieh
so wie üsi schöne Berg u Täler
so standhaft söll üsi Rasse si.

Wer Freud hed a Fels und Berge
und am schöne Wasserfall
de söll d`Engstligenalp erlebe
das Paradies vo Berg und Tal.

(Toni Bussman)                                                                                                                                                                                                  Seite nach oben

 
 
Der jüngste Tag vom Lenkertal

Der elfte Augustmorgen,
ein echter Regentag.
Viele sind ausgeflogen
vor Angst was kommen mag.

Der Mond bewegt sich vor die Sonne,
entzieht das Tageslicht,
kauft Brillen gar in Tonne,
man fast von Panik spricht.

Doch wär es besser auf alle Fälle,
eine Fahrt ins Lenkertal.
Im Hotel Simmenfälle
dort ist es ganz feudal.

Brauchst keine neue Brille,
die Simme rauscht ins Tal.
Du kannst in aller Stille
bestaunen den Wasserfall.

Das Wasser rollt zu Tale.
Es spricht sein eigen Lied
und höhlt den Stein zur Schale,
worin das Wasser flieht.

Das wilde Nass der sieben Brunnen
ein Rätsel bleibt für alle Zeit.
Niemand weiss, woher sie kommen,
auch für Blocher ein Geheimnis bleibt.

Statt an den jüngsten Tag zu denken,
kehrt lieber zum Simmenfall.
Die Wirtin wird Dich reich beschenken,
im schönen Grund vom Lenkertal.

(Toni Bussmann)                                                                                                                                                                                                 Seite nach oben

 

Lisbeth Egli Missnäieri vo Egolzwil

Egolzwil esch scho lang bekannt
sogar im ganze Schwizerland
denke mer zrogg wies frühner esch gseh
wos Wauwilermoos on en See esch gseh.
Ond am Strand vo dem See noch alte Gschecht
hend Pfaubouer gwohnt, ganz eifach ond schlecht.
Send go jage go fesche noch altem Stil
und gnosse die sonnegi Lag vo Egolzwil.

Das seid sech d`Lisbeth vor vele Johre
mi Ma esch jo z`Egolzwil gebore
do weimer wohne am sonnige Bort
mer boue es huus amene schöne Ort
ond weder werd Egolzwil jo bekannt
dor ehri Missnäierei im  ganze Land.

Ehri gschekti Hand, ond de promti Service
füehret d`Lisbeth bes zur Schwizermiss.
Wie mängi schöni, flotti Schwizermeid
hed sech präsentiert imene Eglichleid.
Ond jedes Chleid esch ganz perfekt
wo es grosses Talent der hender steckt.

I Farbe ond Maas, do alles nor stemmt
i de Lisbeth vo Egolzwil, nor einzig das glengt.
Wär drühondert Misse bekleidet im Läbe
esch selbst e ehrevolli Miss möchte ech säge
met Nodle ond Fade ond gschekter Hand
esch s`Lisbeth de modischi Miss vom Schwizerland.

(Toni Bussmann)                                                                                                                                                                                                Seite nach oben